Geschichtlicher Hintergrund
Normanne ist ursprünglich eine andere Bezeichnung für die heute als Wikinger bekannten Einwohner Skandinaviens.
911 erhielt der normannische Jarl Rollo von Karl II von Frankreich das untere Seine-Becken als Lehen, das er durch Eroberungen erweiterte. Dieses Gebiet wird noch heute als Normandie bezeichnet.
Die normannische Oberschicht verdrägte den französischen Adel. Die Normannen nahmen die französische Sprache an, entwickelten jedoch eine eigene Kultur, die weder der französischen noch der skaninavischen ähnelte.
Die Normannen dehnten ihr Herrschaftsgebiet im Mittelmeerraum aus und erlangten in beinahe ganz Süditalien und Sizilien die Herrschaft.
1052 versprach der Englische König Eduard der Bekenner dem Sohn seines Cousins, Wilhem Herzog der Normandie den englischen Thron. Da ihm dieser nach Eduards Tod jedoch von dessen Schwager Harold, Earl of Wessex streitig gemacht wurde machierte Wilhelm in England ein und besiegte Harolds Heer in der Schlacht von Hastings, in der Harold selbst fiel.
Wilhelm tötete oder verjagte den eingessenen englischen Adel und teilte das so gewonnene Land als Lehen unter den normannischen Rittern auf.
Auf diese Art schuf er die Grafschaften, auf die die heutige Aufteilung in Counties zurückgeht.
