Das Lager
Wir wollen versuchen ein Reiselager aus dem 11. Jahrhundert darzustellen, dass es so ähnlich zu dieser Zeit gegeben haben könnte. Dennoch muß klargestellt werden, dass ein solches Lager weder in Menge, noch in Qualität als wirklich „authentisch“ angesehen werden darf, sondern sowohl an die in unserem lokalen Umfeld vorherrschende „Mittelalter-Szene“, als auch an unsere persönlichen und finanziellen Möglichkeiten angepaßt ist. Trotzdem sind wir bemüht unsere Lagerausrüstung auf historische Quellen zu stützen, uns dahingehend weiterzuentwickeln und dadurch einen generellen Eindruck des Lebens im 11. Jahrhundert zu vermitteln.
Das Zentrum des Lagers stellt zweifellos die Tafel unter einem 6m*6m großen Baldachin dar, derzeit bestehend aus 3 Tischen und 6 dazugehörigen Bänken nach historischem Vorbild. An dieser findet der Großteil des Lagerlebens statt, wie etwa das gemeinsame Essen, der Empfang von Gästen und das allabendliche gemütliche Zusammensein.
Gastfreundschaft wird bei uns groß geschrieben und so freuen wir uns stets ebenso über Menschen, die der gleichen Leidenschaft frönen wie wir, als auch über Besucher der Märkte, die ein Interesse daran haben das dargestellte Mittelalter aus direkter Nähe zu betrachten.
Der Rest des Lagers besteht aus 2 Doppelmast-Zelten (6m*4m), einem Einmast-Zelt Ø 5m, Zwei Einmast-Zelten Ø4m, der Feuerstelle mit Überdachung (3m*5m) und je nach Bedarf einer kleinen Feldschmiede (nicht in der Skizze eingezeichnet).
Daraus ergibt sich ein optimaler Platzbedarf von etwa 15m*20m, wie aus der untenstehenden Lagerskizze zu ersehen ist.
Natürlich muß hier gesagt werden, daß die Skizze nur als ein mögliches Ideal zu verstehen ist und lediglich der Anschauung dient. Zum Einen kann die Personenstärke und damit die Anzahl der Zelte variieren, zum Anderen sind wir uns durchaus der Platznot mancher Veranstalter und der immer unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten bewußt und halten den deshalb Lageraufbau flexibel.
Ziel ist es, das Lager so herzurichten, dass die Zelte die meiste Zeit offen stehen werden, so dass die Innenausstattung einzusehen ist und bei Interesse auch aus direkter Nähe besichtigt werden kann. Zelte die diesem Anspruch noch nicht genügen sind stets verschlossen.
Des Weiteren legen wir wert darauf, keine neumodischen Gegenstände, die nicht einmal mit viel Phantasie ins Mittelalter passen, offen sichtbar im Lager zu haben. Eine kleine Einschränkung betrifft hier aktuell leider noch die Küche, dies aber wenn, nur während der Vor- oder Zubereitung der Speisen und auch dann nur so lange es absolut notwendig ist und wir noch keinen adäquateren Ersatz haben.
